- Aufbau
- Kern (leitet das Licht)
Silizium-Germanium-Oxid (Glasart) oder neuer auch div. Kunststoffe
Kunststoffhülle (umgibt den Kern)
Gelmantel (ermöglicht geringfügige Biegung des Kerns)
Schutzhülle (mechanischer Schutz)
- Geschwindigkeit
- 100 MBit/s bis 1GigaBit/s (üblich) je nach Hardware auch bis zu 10 GigaBit/s
(experimentell sind bereits Geschwindigkeiten von bis zu 1000 TerraBit/s erreicht worden)
- Maximale Länge
- Abhängig von Faser- / Sender- / Detektortyp bis zu 120 km ohne Verstärker
mit Verstärker > 1000 km
Physikalische Funktionsweise
Der Lichtstrahl bewegt durch Totalreflektion durch das Kabel. Eine Totalreflektion kann nur funktionieren, wenn das Licht innerhalb eines bestimmten Winkel (Aperturkegel) auf die Grenzschicht trifft. Anderenfalls wird das Licht nach außen gebrochen.
Stufenindexfaser (Art des Faserkerns)
Da die Reflexion oder Brechung nur an dem Übergang zweiter Schichten möglich ist, ist de Faserkern aus zwei Schichten aufgebaut. Sie haben unterschiedliche Brechungsindices ( ). Es gilt
.
Störeinflüsse bei Glasfaserkabeln
Es gibt eine Dämpfung des Signal aufgrund von Absorption und Streuung. Des weiteren ist auch der Faserkern nicht komplett rein, dort befinden sich auch Verbindungen, welche das Licht besonders stark absorbieren. Deshalb ist es wichtig, Anschlussstellen und Glasfaserkabel von Wasser fern zu halten.
Weiterhin kann eine zu starke Biegung des Kabels den Weg der Reflektion stören und dadurch zu Verlusten führen.
Moden und Modendispersion
Die Wellen, welche ein Glasfaserkabel transportieren kann werden auch Moden genannt. Diese sind Abhängig vom Kerndurchmesser und dem Brechungsindex. Dies sind pro Kabel i.d.R. Stück. Moden werden durch den Winkel zur optischen Achse unterschieden. Da diese mit verschiedenen Winkeln in das Kabel geschickt werden, kommt es zu Laufzeitunterschieden des Signals. Der maximale Varianz der Moden beschränkt die Länge des Signals ohne das es zu einem Zusammenfließen der verschiedenen Moden kommt (dies wird auch als Modendispersion bezeichnet).
(Weitere Dispersionsarten: Polarisationsdispersion, chromatische Dispersion)
Gradientenindexfaser (Art des Faserkerns)
Um die Laufzeitunterschiede zu minimieren wird der Faserkern mit Fremdatomen dotiert. Als Folge besitzt er nun keinen konstanten Brechungsindex mehr, sondern dieser nimmt von außen nach innen immer mehr zu. Der Mantel bleibt dabei unverändert.
Nun benötigen Signale, welche sich im Zentrum des Kernes bewegen länger als diese am Rand. Dies korrigiert die Modendispersion.
Mono- und Singlemode-Faser
Möchte man die Dispersion vollkommen vermeiden, so kann man nur noch einen Mode zulassen. Dann spricht man von Mono- oder Singlemode-Fasern.
Optimierung zur Geschwindigkeitserhöhung
Wavelength Dispersion Multiplexing (WDM)
Dabei werden Laser mit verschiedenen Wellenlängen parallel verwendet. Die Laser sollten einen Wellenlängenabstand von 20 nm haben. Pro Laser lässt sich ca. 2,5 GigaBit/s übertragen. Am Detektor (Empfänger) werden die Wellenlängen wieder durch Filter aufgeteilt.
Dense Wavelength Division Multiplexing (DWDM)
Ist im Vergleich zu WDM deutlich aufwändiger und teurer. Es wird hauptsächlich auf sehr langen Strecken eingesetzt. Dabei muss der Abstand der Wellenlänge nur noch 1 nm betragen. Dabei werden Datenraten von 40 GBit/s erreicht.